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Helmuth Hausberger

Yoga

Svatmarama, der Autor der »Hatha Yoga Pradipika« hat uns den bemerkenswerten Satz überliefert,
der zu einer wesentlichen Richtschnur meines Übens geworden ist:
»Ist der Atem unruhig, so sind auch die Gedanken unruhig,
beruhigt sich der Atem, so beruhigen sich auch die Gedanke
n.«

Meine Yogapraxis und meinen Yogaunterricht beginne ich meist mit einigen einfachen aber dennoch fordernden Bewegungen und Haltungen, um die Leibesmitte zu kräftigen und die Ausrichtung (»alignment«) so mühelos wie möglich einzuüben. Das ist die Voraussetzung für ein gutes Gleichgewichtsgefühl in den aufrechten ebenso wie in den Umkehrhaltungen. Viele Muskeln werden dadurch aktiviert, gedehnt und gelockert. In den Gelenken entsteht so mehr Spielraum, Beweglichkeit und zugleich Stabilität. Dabei wird dem Atem Raum und Zeit gegeben, sodass er sich allmählich entfalten und in seinen natürlichen, ruhigen Rhythmus kommen kann.

Die entspannte und durch beständige Achtsamkeit sowie meist mit Bewegung synchronisierte und so vertiefte Atmung bildet die Grundlage für die weitere Übung.

Asana-Praxis, der Hauptteil meines Trainings, ermöglicht eine harmonische Entwicklung von Flexibilität, Dehnung und Festigkeit. Durch regelmäßiges und behutsames Üben zahlreicher Asanas mit ihren Variationen wird die Wirbelsäule – unsere Körperzentrale – in der Mitte des Körpers ausgerichtet, gestärkt und so befreit.
Die Yogahaltungen werden Schritt für Schritt aufgebaut und variiert und damit auch den individuellen Möglichkeiten angepasst, wobei auf die optimale Ausrichtung und Positionierung der einzelnen Körperbereiche zueinander in den jeweiligen Haltungen besonders geachtet wird. Aufrechte Stellungen, Vorbeugen, Rückbeugen, Seitbeugen und Drehungen im Stehen, Sitzen, Knien, Liegen und auf allen Vieren sowie dynamische Bewegungsfolgen, regenerative und Umkehrhaltungen werden ausgewogen geübt. So können Haltungsfehler und daraus entstehende Leiden, wie etwa Rücken- und Nackenschmerzen gebessert und oft sogar ganz behoben werden.

Hilfsmittel wie Wände, Klötze, Kissen, Stühle und andere Gegenstände werden in verschiedener Weise zur Öffnung bzw. Unterstützung bestimmter Körperbereiche oder des gesamten Körpers und zur Erleichterung bei Behinderungen eingesetzt und ermöglichen oft ein tieferes Loslassen.

Das beständige, aufmerksame Üben der Asanas wirkt zentrierend, fördert das äußere und innere Gleichgewicht und das leibseelische Wohlbefinden.

Pranayamas (spezielle, vor allem den Atem dehnende, anhaltende und verfeinernde Übungen) vertiefen die innere Ruhe und lassen uns mit unserem Wesenskern – dem Atman – in Berührung kommen.

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